Hej zusammen,
manchmal sind es nicht die großen Namen, die sich tief eingraben – sondern jene, deren Werke mit einer Art innerer Ruhe sprechen.
Ninnie Forsgren, lange Jahre Designerin bei Bromma, gehört genau zu dieser Art Gestalterin.
Ihre Keramik ist geprägt von Zurückhaltung, rhythmischer Gestaltung und klarer nordischer Handschrift. Objekte, die sich nicht in den Vordergrund drängen, sondern sich still und selbstverständlich in den Raum fügen.
Wer war Ninnie Forsgren?
Über Ninnie Forsgrens Leben ist, wie so oft bei Designerinnen der Nachkriegszeit, wenig bekannt.
Doch ihr Werk spricht deutlich: In den 1950er- und 1960er-Jahren entwarf sie bei Bromma eine Reihe von Serien, die ausgewogen, grafisch und harmonisch sind.
Ihre Arbeiten zeichnen sich durch:
-
geometrische Linienführung
-
feine Reliefdekore
-
sanfte Farbpaletten
aus – mit einem Gespür für Proportion, das bis heute fasziniert.

Was ihre Arbeiten ausmacht
🔸 Relief als Sprache
Forsgren verwendete oft feine, strukturierte Oberflächen – mal linear, mal organisch.
Die Muster sind rhythmisch, beinahe musikalisch – eine Handschrift, die sich erfühlen lässt.
🔸 Gedämpfte Farbwahl
Typisch für ihre Serien sind matte Glasuren in:
-
Taubengrau
-
Sandbeige
-
Graublau
-
gelegentlich mit dunklen Akzenten
Die Farben wirken natürlich, ruhig, nordisch – ideal für moderne, minimalistische Wohnräume mit Charakter.
🔸 Formklarheit mit Detailtiefe
Ob Wandteller, Fliesen, Schalen oder Vasen – die Form bleibt schlicht, fast architektonisch, während das Dekor für Spannung sorgt.

Bekannte Serien und Objekte
Relieftafeln / Wandkeramik
– Kleinformate mit geometrischem Dekor
– Ideal für Kombinationen oder ruhige Akzente im Flur, Arbeitszimmer oder Schlafzimmer
Schalen und Vasen mit Struktur
– rechteckige oder zylindrische Formen
– besonders schön in Kombination mit unbehandeltem Holz oder Leinen
Ton-in-Ton-Serien
– matte Glasuren, subtile Muster – jedes Stück wirkt wie ein handgezeichnetes Fragment
Wie erkennt man Forsgren-Stücke?
- Signatur „N.F.“ oder „Ninnie Forsgren“ ist selten, aber gelegentlich auf Unikaten zu finden
- Ihre Objekte sind häufig Teil kleinerer Serien oder Wandensembles – ideal für individuelle Arrangements

Ein persönlicher Tipp
Ein Wandteller von Forsgren braucht nicht viel:
Ein weißer Hintergrund, etwas Licht, vielleicht ein schmaler Holzbalken darunter und schon wirkt das Stück wie ein leises Bild.
Wer zwei oder drei ihrer Platten nebeneinander hängt, schafft eine Art keramisches Triptychon, zurückhaltend und doch tief.
Fazit: Ninnie Forsgren – Die stille Stimme der schwedischen Keramik
Ninnie Forsgren gehört zu den Designerinnen, die nicht laut beworben wurden aber deren Werke lange begleiten.
Ihre Objekte verkörpern eine nordische Klarheit, die wärmt, statt zu distanzieren.
Für alle, die bewusst wohnen, Authentizität schätzen und Design mit Geschichte suchen, ist ihr Werk ein stiller Schatz.
Vintage Keramik aus Skandinavien, wie sie kaum noch gemacht wird und doch vollkommen zeitgemäß wirkt.
