Hej zusammen,
es gibt Objekte, die man nicht vergisst.
Nicht, weil sie laut sind – sondern weil sie in ihrer stille Kraft haben.
Tamara Aladin (1913–1989) war eine Designerin, die genau solche Dinge geschaffen hat: Vasen, Karaffen und Gläser, die durch ihre klare Form, ihre satte Farbe und ihre ausgewogene Proportion auffallen – und lange im Gedächtnis bleiben.
Wer war Tamara Aladin?
Tamara Aladin wurde 1913 in Finnland geboren und studierte ursprünglich Textildesign an der Kunstgewerbeschule in Helsinki.
Doch das Glas sollte ihr Werkstoff werden – zwischen Transparenz, Farbe und Form.
Ab 1959 entwarf sie für die Glasmanufaktur Riihimäen Lasi (auch bekannt als Riihimäki).
Dort entwickelte sie bis in die 1970er-Jahre eine Vielzahl von Serien, die sowohl funktional als auch gestalterisch wegweisend waren.
Ihre Entwürfe spiegeln:
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nordische Zurückhaltung
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eine Affinität zu klaren Linien
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und eine feminine Stärke, die durch das Material spricht
Was Tamara Aladins Werk auszeichnet
🔹 Klarheit der Form
Viele ihrer Vasen sind zylindrisch, konisch oder kubisch, dabei bewusst schlicht und mit hohem ästhetischen Anspruch.
Sie erinnern an moderne Architektur im Miniaturformat.
🔹 Intensive Glasfarben
Typisch für Aladin sind tiefe, reine Töne:
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Kobaltblau
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Smaragdgrün
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Bernstein
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Himbeerrot
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Rauchgrau
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Ihre Farben wirken konsequent und bewusst gesetzt, nie dekorativ im klassischen Sinne.
🔹 Funktion trifft Stil
Ob Vasen, Trinkgläser oder Karaffen, ihre Objekte sind alltagstauglich.
Und doch wirken sie immer wie kleine Skulpturen im Raum.
Bekannte Serien und Objekte
Aurinkopullo (Sonnenflasche)
– Eine der berühmtesten Vasenserien
– Zylindrische Form mit markanter Glasmündung
– Besonders schön in kobaltblauem oder grünem Glas

Kehrä (Spindel)
– Serie mit geriffelter Oberfläche
– Spielt mit Licht, Schatten und Haptik
Pala-Serie
– Klare, würfelförmige Vasen und Schalen
– Oft in transparentem Glas mit starker Farbe
– Ideal für moderne, reduzierte Räume
Warum ihre Glasobjekte heute wieder so aktuell sind
In einer Welt, die zunehmend auf Authentizität und Qualität achtet, wirkt das Werk Tamara Aladins fast visionär.
Ihre Glasobjekte:
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fügen sich harmonisch in moderne und vintage-inspirierte Räume
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lassen sich hervorragend mit Holz, Leinen, Keramik kombinieren
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setzen bewusste Akzente ohne zu dominieren
Sie sind perfekte Beispiele für bewusstes Wohnen mit Stil – langlebig, charaktervoll, mit klarer Haltung.
Ein persönlicher Tipp
Stücke von Aladin lassen sich auch gruppieren, zum Beispiel zwei verschiedenfarbige Vasen derselben Form auf einem Sideboard.
Oder: eine einzelne Aurinkopullo-Vase mit Trockenblumen auf hellem Holz.
So entsteht ein ruhiger Blickfang mit Tiefe, fast wie ein stilles Gedicht aus Glas.
Wie erkennt man Aladin-Stücke?
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Viele Stücke tragen keinen eingravierten Namen, aber dafür aber oft noch den Papiersticker von Riihimäen Lasi
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Charakteristisch sind:
– satte Glasfarben
– wandstarke, klare Formen
– und ein Gefühl für Proportion, das sofort auffällt

Fazit: Tamara Aladin – Pionierin der stillen Klarheit
Tamara Aladin hat nicht nur Glasobjekte gestaltet,, sie hat Räume mit Stille gefüllt.
Ihre Arbeiten erzählen von einer Zeit, in der Design noch tief mit Funktion und Form verbunden war. Ohne Kompromisse, aber mit Gefühl.
Für alle, die Vintage Glas aus Skandinavien mit echter Handschrift und bleibender Präsenz suchen, sind ihre Objekte eine Entdeckung und eine Einladung, das Einfache wieder wertzuschätzen.

